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in einem Panzertümpel
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Dünen neben Mooren
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Wahner Heide als Nationalpark?
Rhein-Sieg-Kreis prüft entsprechenden Antrag des Umweltausschusses
"FDP will Nationalpark", so war es am 3. Mai in der Dumont-Presse zu lesen. In den Tagen, in denen die kleine Partei ihren Kanzlerkandidaten kürt und für Ende September 18 Prozent anpeilt, wird selbst der Naturschutz als Thema besetzt.
Nun ist die Idee pressewirksam, weil derzeit in der Eifel der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens entsteht, aber ist sie auch mehr als dumpfes Wahlkampfgerede?
Die Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises ist zumindest vom Umweltauschuß mit der Prüfung der Nationalparkfrage beauftragt worden.
Laut Landschaftsgesetz (nordrhein-westfälisches Naturschutzgesetz) müssen für die Genehmigung eines Nationalparks 4 grundsätzliche Vorraussetzungen gegeben sein:
Es muß
- großräumig und von besonderer Art sein,
- Vorraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllen
- vornehmlich der Erhaltung eines möglichst artenreichen Pflanzen- und Tierbestands dienen und
- sich in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden.
Alles ist auf die Wahner Heide anwendbar, nur der letzte Punkt eigentlich nicht. Denn die Wahner Heide ist eine Kulturlandschaft, die ihre internationale Bedeutung der Jahrhunderte währenden traditionellen Nutzung des Menschen verdankt. Das heißt, sie ist stark vom Menschen beeinflusst und muß es auch langfristig bleiben.
Grundsätzlich ist jede zusätzliche Schutzausweisung für die Wahner Heide zu begrüßen, wenn sie denn Sinn macht. In Sachen Nationalpark denkt die FDP wohl ans Wattenmeer, wo Öl gebohrt wird trotz der Schutzausweisung. Also ein Nationalpark Wahner Heide, in dem der Flughafen weiter ausgebaut wird?
Die Gesamtkonzeption Wahner Heide regt ja das "regionale Biosphärenreservat" an, dem ein integtratives Schutzmodell zugrunde liegt: Schutz der Natur und Artenvielfalt bei gleichzeitiger nachhaltiger und naturschutzverträglicher Nutzung.
"Erfunden" hat die UNESCO die Biosphärenreservate mit dem Ziel, Mensch und Natur durch nachhaltige, ökologische Nutzungen wieder "zusammen zu bringen". Ein bekanntes Reservat ist "Schorfheide-Chorin" im äußersten Osten Deutschlands.
Für ein Biosphärenreservat ist die Wahner Heide recht klein, und ist vorbelastet durch den absehbar gar nicht nachhaltig wirtschaftenden Flughafen. Aber dennoch ist es ein Schutzmodell, das für die Wahner Heide inhaltlich taugt und in den kommenden Monaten beworben werden sollte.
H. Sticht





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