Wahner-Heide

Mehr Sondermüll im Stadtwald Troisdorf

Wanderer aus ganz NRW in der Wahner Heide

Trägerverein für Turmhof gegründet

Forum Königsforst Wahner Heide gegründet

Südheide gesperrt vom 2. bis 9. Juni

Kundgebung für den Troisdorfer Wald

Autoverzicht für Wahner Heide

Baumfällungen am Güldenberg unnötig

Camp Altenrath wird zurückgebaut

Flughafenerweiterung ökologisch nicht ausgleichbar

Bündnis will Schmitze Büdche retten

Bebauungsplan Gewerbegebiet Brand liegt offen

Ausbauplanung zur Deponiestraße fehlerhaft

Wahner Heide gehört nun der DBU

Einwände gegen Deponiestraße jetzt

Regionale-Projekt für Wahner Heide und Königsforst in Sicht

Landschaftsplan Südkreis liegt offen

Eigentümerwechsel gut für die Heide

Heideverträgliches Konzept für den Turmhof

Pressewanderung am 28. Januar in den Spicher und Eschmarer Wald

Raststätte in der Wahner Heide geplant

Bündnis gewinnt bundesweiten Naturschutzpreis MUNA

Jetzt Einspruch einlegen gegen kompletten Rückbau des Camp Altenrath

Geplante Flughafenerweiterung eine Farce

Billigflieger zerstören Wahner Heide

Bündnis Wahner Heide und Gaststätten richten Infonetz ein

Stellungnahme gegen potenzielles Rösrather Gewerbegebiet

Flächentausch gestoppt

Trübe Aussicht für Aussichtsplattform Busenberg

Köln sucht Landschaftswacht Wahner Heide

Landschaftswacht am Start

Wegenetz des Landschaftsplans geringfügig erweitert

Landschaftsplan des Rhein-Sieg-Kreises liegt offen

Rösrath beriet über Ausstieg aus Interkommunalem AK

Neue Bundeswehrschilder verwirren

Wahner Heide bleibt Truppenübungsplatz

Heidewacht - Ranger für die Wahner Heide

Reitweg nun auch im Süden der Heide

Bundestagsmitglieder im INFOzentrum Wahner Heide

MdB Volker Beck in der Heide

Die Belgier sind gegangen

Moron lobt Idee des Bündnis Wahner Heide

UPS-Logistikzentrum im Camp Spich?

CDU stößt Bürger vor den Kopf

Landschaftsplanentwurf des Rhein-Sieg-Kreises liegt vor

Fluglärm und Schlaf

Loske in der Heide

Landschaftsplan für Köln liegt offen

Gewerbegebiet Rösrath gestoppt!

Regionalrat stimmt für zweifelhaften Kompromiss

Flughafen will Camp Altenrath!

Naturschutzgebiet soll im Zentrum reduziert werden

Unterschriften beim RP

Beschilderungen sind da

Flughafen packt die Axt wieder aus

Metrorapid in der Heide?

Landschaftsplan Wahner Heide der Stadt Köln

Viehkoppeln in der Heide

Ergebnisse der Heide-Tagung

Flughafen will Förstchensteich verschwinden lassen

Kompensationsmaßnahmen in der Wahner Heide

Stand der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen des Flughafen Köln-Bonn

Keine Startbahnverlängerungen!

Europäischer Schutz für die Wahner Heide

Billigflieger? Nein danke!

Eschmarer und Spicher Wald - 2500 Unterschriften an Bürgermeister

ICE im Heidesand

2004 - Die Belgier ziehen ab

Flugbereitschaft in Köln Bonn

Wahner Heide als Nationalpark?

Naturschutzgebietsschilder für die Wahner Heide!

www.heide-kids.de

Natur- und Kulturführer Wahner Heide

Die 9 Rundwanderwege und vieles mehr in Wort und Bild auf 180 Seiten>>>

Wahner Heide Wegeplan

06.07.06: Der aktuell gültige Wegeplan für die ganze Wahner Heide hier als Download.>>>

Hotels und Gaststätten

Hotels und Gaststätten in und an der Wahner Heide...Rath, Kleineichen, Brand, Troisdorf, Spich, Altenrath....>>>

Elektrozäune in der Wahner Heide
Im Geisterbusch stehen Elektrozäune zum Schutz der Flächen und zum Einpferchen der Herden der Wahner Heide.
Ziegenherde im Geisterbusch
Die Ziegenherde im Geisterbusch weidet nun munter im eingepferchten Areal.
Ziege im Geisterbusch
Die Ziegen waren Ostern 2003 an den Feiertagen auf den neu eingepferchten Flächen der Wahner Heide.

Viehkoppeln in der Heide

Im Rheinisch-Bergischen Teil des Geisterbusches sind Elektrozäune aufgestellt worden. Ab der Vegetationsperiode 2003 werden auf den neu entstandenen Koppeln Rinder und Ziegen gehalten, die bisher hauptsächlich von Hund und Schäfer gehütet wurden.
Mit diesen neuen Maßnahmen werden mehrere Ziele verfolgt. Zum einen soll auf diese Weise der massive Besucherverkehr gelenkt und Störungen insbesondere durch frei laufende Hunde unterbunden werden. Die Weidetiere selbst sind durch freilaufende Hunde bzw. rücksichtslose Halter in der Vergangenheit oft in Gefahr gebracht worden, gefährdete Vogelarten vermutlich ebenso. Zum anderen bedeuten die Zäune natürlich eine wirtschaftliche Verbesserung für die Schäfer, die jetzt weniger Arbeitsaufwand haben.

Die Mohr/Pechau GbR (Glan-Rinder-Betrieb) und der Ziegenhof Stumpf sind für die Beweidung zuständig. Sie erfolgt im Zuge der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen des Flughafen Köln/Bonn. Dieser ist verpflichtet, für Eingriffe in die Wahner Heide an anderer Stelle Ausgleich zu erbringen.
Mit der Beweidung soll die traditionelle Nutzung der alten Heidebauern nachgestellt werden, durch welche die artenreiche und schöne Heidelandschaft im Laufe von Jahrhunderten entstanden war.

Die Koppeln sind sehr umstritten. Weil wir ein großes, meist negatives Feedback auf die Zäune bekommen, wollen wir an dieser Stelle versuchen, Pro und Kontra sachlich abzuwägen.

Das eindeutig viel zu dichte Wege- und Pfadenetz (ging aus der Nutzung als Panzerübungsgebiet hervor) im Geisterbusch verursachte - gekoppelt mit querfeldein laufenden Hunden - wahrscheinlich eine Beeinträchtigung insbesondere von bodenbrütenden Vogelarten. Im Geisterbusch konzentrieren sich Bestände mehrerer international gefährdeter Arten wie Schwarzkehlchen und Heidelerche. Ende der Neunziger wurden erhebliche Bestandsrückgänge beim Schwarzkehlchen registriert. Dafür dürfte wahrscheinlich weniger der Besucherverkehr als mehr die Veränderung der Landschaft in Folge der Aufgabe als Panzerübungsgebiet (Bewaldung) sowie nachfolgend unsachgemäße Pflegemaßnahmen (parzellenscharfe Entbuschung bei Belassung zahlreicher junger hoher Baume) verantwortlich gewesen sein. Diese Annahme wird zumindest durch die aktuellen, trotz massiven Besucherverkehrs wieder leicht steigenden Brutpaarzahlen gestützt. Nichtsdestotrotz besteht - glücklicherweise - sogar eine naturschutzrechtliche Verpflichtung, auch vermeintlich geringere Gefährdungspotenziale zu schwächen, wie eben den Besucherverkehr.

Ob gleich eine solch vehemente Ausgrenzung der Besucher erforderlich ist, bleibt fraglich.
Allerdings wird seit Jahren mit Schildern auf das Anleingebot hingewiesen - ohne nennenswerte Erfolge. Dass jetzt Zäune gezogen werden, dafür darf man sich nun bei jenen rücksichtslosen Mitbürgern bedanken, die sich nur für sich selbst interessieren und ihre Hunde in jedes Gebüsch jagen.

Ob mit oder ohne Zäune - es dürfte ohnehin zukünftig nur ein Teil des bisherigen Wegenetzes genutzt werden. Es ist für alle Beteiligten sinnvoll, wenn nicht alle zehn Meter ein Weg kreuzt oder parallel geführt wird, nicht zuletzt auch für Wanderer. Wer will schon Menschen sehen, überall wohin das Auge blickt? Welcher Teil der Wege entfallen sollte, darüber kann man natürlich im Einzelfall streiten.

Fraglich ist weiterhin, ob die eingesetzten Zäune den Anforderungen stand halten und ob sie ökologisch effizient sind.
In den Niederlanden sind Zäune dieses Typs nach Angaben der Viehbesitzer mit Erfolg eingesetzt worden, allerdings auf Großkoppeln von 500 ha Größe. Ob sie auch bei einer Größe von 20 ha funktionell sind, und ob sie dem hier vor Ort speziellen Hundehalterverkehr trotzen, muß ausprobiert werden. Ist einmal ein Hund trotz Elektroschock durch die Drähte geschlüpft, könnten die Folgen für Mensch und Tier schwerwiegender sein als die bisher erlebten.

Der Landschaftsökologe fragt sich, ob die Standweide die selben wünschenswerten Effekte erzielt wie die Hütehaltung, die in den vergangenen Jahrhunderten fast ausschließlich in der Wahner Heide angewendet wurde. In der Strabrechtse Heide sind offenbar positive Entwicklungen beobachtet worden, aber eben auf bedeutend größeren Koppeln.
Vieles hängt von der Weidedauer und der Stückzahl des Viehs ab. Hier bedarf es eines geeignteten Monitorings (Überwachung).

Viele machen sich Sorgen um die Großsäuger der Wahner Heide. Nach Angaben von Forstdirektor Pape springen Reh, Damhirsch und Rothirsch über den Zaun, Wildschweine kriechen trotz Stromschlag unter den Drähten durch.
Aufgrund der Bejagung nehmen diese Arten jeden Menschen als Gefahr wahr und haben eine entsprechende Fluchtdistanz. Das liegt zwar nicht ursächlich an den Heidebesuchern (sondern an den Jägern), führt aber dazu, dass der Geisterbusch mit seinen Besucherströmen bisher hauptsächlich als Durchgangsstation sowie als nächtlicher Lebensraum taugte. Das könnte sich durch Koppeln eventuell zum Teil ändern.

Die Koppeln sollen dem Erholungslenkungskonzept der Verwaltung zu Folge an einigen weiteren Stellen in der Wahner Heide eingerichtet werden.
Wichtig wird sein, eine Erprobungsphase von mehreren Jahren zu durchlaufen. Vorher sollten keine weiteren Koppeln eingerichtet werden, auch nicht im Kölner Teil des Geisterbuschs. Zur Verlagerung von problematischem Verkehr (Hundehalter aus der Großstadt) ist ohnehin die Verlagerung von Parkplätzen (Rösrather Weg, Brandweg) der Schlüssel, der Koppeln zum Zwecke der Erholungslenkung überflüssig machen dürfte.
Letztendlich muß die Standweide, auch wenn sie noch auf einige andere Flächen ausgedehnt werden könnte, räumlich sehr eingegrenzt und mit der Hütehaltung kombiniert werden. Nur so würde eine möglichst abwechslungsreiche Nutzung gewährleistet werden können, die den erwünschten Struktur- und Artenreichtum für Natur und Landschaft erzielt. Und wir erhielten uns weitestgehend die Schönheit und Wildheit der Wahner Heide.

H. Sticht

Mehr zu diesem Thema:

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Der Geisterbusch
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