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MdB Volker Beck mit Holger Sticht im Infozentrum Wahner Heide
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FFH-Biotoptyp: Binnendüne mit Frühlingspark Silbergrasflur
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MdB Volker Beck in der Heide
Vertreter der Landesnaturschutzverbände BUND und LNU sowie des Dachverbands Bündnis Wahner Heide haben am 17. September gemeinsam mit dem Mitglied der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, die Wahner Heide besucht. Vor allem die Zukunft des von den belgischen Streitkräften geräumten Camp Altenrath spielte bei dem dreistündigen Gespräch eine zentrale Rolle.
Die Verbände und Bündnis 90/Die Grünen sind sich darüber einig, dass das Kasernengelände ausschließlich mit Naturschutzzielen versehen werden darf. Eine gewerbliche Nutzung zum Beispiel der Flughafen GmbH, oder gar die Eingliederung der Kaserne in das Flughafengelände müssten von vorne herein verhindert werden.
Gleichzeitig machten sich die Beteiligten dafür stark, zumindest einen Teil der Kaserne einer naturschutzgerichteten Nutzung, wie sie von den Naturschutzverbänden angeboten wurde, zu übergeben. Volker Beck versicherte, dass er da, wo es in seiner Macht stünde, alles Notwendige für die Wahner Heide tun werde.
„Wir brauchen ein Heidezentrum nicht nur, um gezielt und umfassend für den Erhalt der Wahner Heide zu werben, sondern auch um die zahlreichen Interessen der Bürger an der Landschaft bündeln und verwerten zu können“, sagte der Sprecher des Bündnis Wahner Heide und BUND-Mann Holger Sticht.
Das Konzept „Landschaftszentrum Südliche Heideterrasse“ sieht u.a. vor, neben dem Informationszentrum Wahner Heide, das sich seit 1996 im Ortskern Altenraths befindet, einen Heidehof mit der Heidschnuckenherde des Bündnisses, ein Heidemuseum, einen Heideproduktladen mit Cafe sowie eine wissenschaftliche Einrichtung dort anzusiedeln.
Die Kritik, es sei nicht sinnvoll, Menschen in zentrale Bereiche des Naturschutzgebietes Heide zu lenken, kann Sticht nicht ernst nehmen.
„Hier haben 50 Jahre lang ständig 1000 Mann gelebt, ohne nennenswerte Schäden zu hinterlassen. Wir sprechen jetzt davon, dass sich dort durchschnittlich 70 Menschen pro Tag für einige Stunden aufhalten. Wer da von Beeinträchtigungen der Landschaft spricht, der macht sich lächerlich“, so Sticht. Es sei schon auffällig, dass dieselben Leute, die gegen eine naturschutzgerichtete Nutzung der Kaserne sprechen, für eine Nutzung durch den Flughafen eintreten.
Unterdessen tritt das Bürgerbegehren Troisdorfer Bürger zugunsten einer naturschutzgerichteten Teilnutzung des Camps offenbar in die letzte Phase ein.
„Nach meinem Kenntnisstand haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens einen großen Teil der notwendigen Unterschriften zusammen“, sagte Sticht.
In der vor letzten Septemberwoche werden die Troisdorfer Haushalte noch einmal durch eine Hauswurfsendung über das Bürgerbegehren informiert und zur Teilnahme aufgefordert werden.
Sollte die erforderliche Zahl an Unterschriften zusammen kommen, und die Stadt Troisdorf auch nach der Kommunalwahl bestenfalls den Flughafen in die Kaserne lassen wollen, könnten die Troisdorfer in einem Bürgerentscheid selbst darüber abstimmen, welche Zukunft sie für die Kaserne favorisieren.





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