Landschaftswacht am Start
5.3.2004
Mit dem Vorfrühling sind auch die Landschaftswächter in der Wahner Heide in ihre erste Saison gestartet. Sie sollen auf Gebiet der Rhein-Sieg-Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises die Naturschutzverordnungen bzw. die Gebote des Landschaftsplans überwachen. Das Einsatzgebiet beschränkt sich auf die Offenlandbereiche, für die bewaldeten Flächen ist nach wie vor das Bundesforstamt Wahnerheide zuständig.
Vorgeschlagen wurden die insgesamt 16 Personen von der jeweiligen Unteren Landschaftsbehörde. Die Unteren Landschaftsbeiräte haben die Vorschläge der Behörden übernommen und die Personen Ende 2003 ernannt.
Sie wurden im Rahmen eines üblichen Seminars der Naturschutzakademie NRW geschult. Lehrgänge, die sich mit Ökologie und Geschichte der Wahner Heide befassen, blieben bisher aus.
Von der inhaltlichen Kompetenz der einzelnen Landschaftswächter aber wird sicher abhängen, ob das Modell in der Praxis Früchte trägt.
Das Bündnis Wahner Heide hatte 2002 in seinem Erholungsraumkonzept Wahner Heide die Einrichtung einer ehrenamtlichen Landschaftswacht, die deutlich kopfstärker sein sollte als dies landläufig der Fall ist, vorgeschlagen.
Die Stadt Köln hat sich bisher aus nicht erkennbaren Gründen nicht dem Landschaftswächtermodell angeschlossen. Oberbürgermeister Schramma soll die ehrenamtlichen Landschaftswächter angeblich als Kontrollorgane zweiter Wahl bezeichnet haben.
Die Stadt Köln war nicht bereit, hauptamtliche Landschaftswächter zu bezahlen. Daher erscheint es schwer nachvollziehbar, dass man auch die Ehrenamtlichen ablehnt.
A.B.





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