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Wo einst die Feldgrille rief...
© M.Bathen
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Der wertvolle Sandmagerrasen auf dem Paradeplatz vor dem Bau der Schienenanbindung
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ICE im Heidesand
Baustelle im Naturschutzgebiet
Jahrelang hatten sich Naturschützer und Anwohner gegen das milliardenträchtige Prestige-Objekt "Schienenanbindung des Flughafen Köln/Bonn" gestemmt. Allein im Raumordnungsverfahren wurden ca. 10 000 Einwendungen erhoben - vergeblich, weil es damals noch kein Verbandsklagerecht gab und sich keiner der wenigen direkt Betroffenen traute, gegen dieses Mammutprojekt vorzugehen.
Nun wird in Porz und in der Wahner Heide gebuddelt, ohne das je ein sachlicher Bedarfsnachweis erbracht wurde. Die Schienenanbindung wird nur gebaut, weil der Bundestag dies 1993 mit einem(!) Satz mehrheitlich beschloss - ohne es, wie bei solchen Verkehrsprojekten üblich, als Teil des Bundesschienenwegeausbaugesetzes verabschieden zu wollen.
Auch die Bahn AG, die zwar als Bauträger, jedoch natürlich nicht als Finanzier auftritt, will nur jeden zweiten ICE über den Flughafen laufen lassen. Schließlich kostet das eine viertel Stunde zusätzlich, und verlängert die Fahrtzeit nach Frankfurt dementsprechend um ca. 20%!
Sollte tatsächlich das im wahrsten Sinne des Wortes noch wahnsinnigere Prestigeobjekt "Metrorapid" in die Heide kommen, dürfte die Schleife für den ICE überhaupt nicht mehr in Frage kommen.
Welch ein Hohn: Da bezahlt das Land 30 Millionen Mark an Ausgleichsgeldern, um die ICE-Strecke im Bereich der Wahner Heide untertage verlaufen zu lassen (nach offener Bauweise wird ein "Deckel" hergestellt) - denn nur deswegen erhob die EU-Kommission keinen Einspruch gegen den erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet Wahner Heide - , und dann soll im Bereich der Ausgleichsmaßnahme eine Metrorapidtrasse auf Stelzen gebaut werden.
Zwar übt die Rapidtrasse keine so zerschneidende Wirkung aus wie eine Straße oder ein Schienenweg, doch auch hierbei sind die Flächenverluste erheblich, und auch das Landschaftsbild wird ähnlich beeinträchtigt.
H. M. Sticht





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