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Ausbau des Flughafens Ende der Neunziger, Nordallee, Parkhaus 2 und Parkhaus 3
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Besetzung gegen flughafenbedingte Abholzungen 1993
© Holger Sticht
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Wo einst die Feldgrille rief...
© M.Bathen
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Geplante Flughafenerweiterung eine Farce
26.08.06:
Nach Auffassung des Bündnis Wahner Heide ist die von der Landesregierung jüngst beschlossene Erweiterung des Flughafens in das international bedeutende Naturschutzgebiet Wahner Heide illegal. Laut des Dach- und Fördervereins, in dem u.a. Verbände wie der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der VCD (Verkehrsclub Deutschland) zusammen geschlossen sind, sähe die europäische Naturschutz-Richtlinie FFH (Flora-Fauna-Habitat) vor, dass nur bei Nachweis „zwingender Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses“ Eingriffe in ein FFH-Gebiet wie die Wahner Heide möglich seien. Und das auch nur, wenn geeignete Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden können. All diese Voraussetzungen sind nicht vorhanden.
„Der Flughafen weiß ja nach eigener Aussage noch nicht einmal, was er auf der Erweiterungsfläche bauen will, geschweige denn, dass er dafür irgendeinen wirtschaftlichen Bedarf geltend machen kann“, sagt Bündnis-Sprecher und BUND-Mann Holger Sticht. Deswegen kann die Europäische Kommission, wie bereits 2002 geschehen, diese Erweiterung nicht genehmigen, und deswegen sei dieser Beschluss der Landesregierung eine Farce.
Nach Ansicht der Wahner-Heide-Experten wäre die geplante Erweiterung in die Wahner Heide vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Pläne ökologisch nicht ausgleichbar. Diese sogenannte Fläche „Areal Nord“ ist der südliche Paradeplatz, Teil einer der ältesten Heideflächen der Wahner Heide mit zahlreichen gefährdeten Arten und Biotopen wie Heidelerche und Feldgrille. Als „Ausgleich“ sahen zumindest die Behörden bisher einen Bereich des Flughafengeländes – die sog. K1 im südlichen Entenbachgebiet - vor, der jedoch speziell für diese seit 11 Jahren geplante Norderweiterung des Flughafengeländes erst 2004 von seinem Naturschutzgebietsstatus befreit worden ist!
Nach gegenwärtigem Stand will die Flughafenleitung selbst davon Abstand nehmen. Ökologischer Ausgleich ist überhaupt nicht mehr in Sicht.
„In vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Unternehmer-Lobby hat die Landesregierung etwas genehmigt, womit derzeit keiner irgendetwas anfangen kann“, sagte Sticht.
"Wirtschaftsministerin Thoben und auch ihr Kabinettskollege, Umweltminister Uhlenberg brauchen offensichtlich noch etwas Zeit, um in ihre neuen Aufgaben hineinzuwachsen."
Die im Bündnis Wahner Heide zusammengeschlossenen Verbände und Parteien kündigen an, ihren Widerstand gegen die geplante Norderweiterung des Flughafens in das Naturschutzgebiet Wahner Heide zu intensivieren.
"Wir stehen auch weiterhin für einen tragfähigen Interessenausgleich ein, und nicht, wie offenbar die Landesregierung, für einen einseitigen Kurs zu Lasten der Landschaft und der lärmgeplagten Bevölkerung", sagte Bündnis-Sprecher Sticht.
A.B.





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