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Das Flughafengelände gehört zu den wertvollsten Bereichen der Wahner Heide
© Informationszentrum Wahner Heide
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FFH-Biotoptyp: Binnendüne mit Frühlingspark Silbergrasflur
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Flächentausch gestoppt
12.11.2002: Der Wahner-Heide-Schutz hat einen wichtigen Teilsieg errungen: Der seit 1995 schwelende sog. Flächentausch ist gescheitert. Im neuen Gebietsentwicklungsplan (GEP) für die Wahner Heide wird der Flächentausch nicht mehr enthalten sein.
Der Flächentausch beinhaltete den Tausch einer Naturschutzgebietsfläche auf dem Flughafengelände (sog. K1, südl. Entenbachgebiet) gegen eine Naturschutzgebietsfläche außerhalb des Flughafengeländes (Areal Nord, südl. Paradeplatz). Nach Ansicht der Heideschützer müßten beide Flächen erhalten werden, nicht nur eine davon.
Der Tausch scheiterte letztendlich daran, dass der Flughafen gegenüber der EU-Kommission nicht nachweisen konnte, dass "zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses" vorlägen, die nach EU-Naturschutzrecht für die Bebauung eines Flora-Fauna-Habitat-Gebiets notwendig wären.
Der derzeitige Vorschlag des Regierungspräsidenten für den neuen GEP ist allerdings nach wie vor sehr Besorgnis erregend. 71 ha Flughafengelände, die bisher im GEP als Bereich zum Schutze der Natur (BSN) dargestellt waren, darunter eben die Tauschfläche Südl. Entenbachgebiet, sollen entfallen.
Bei den Flächen handelt es sich um das historische Wahner-Heide-Zentrum, das seit 1931 unter Naturschutz stand. Durch den illegalen Bau der Großen Parallelbahn 1961 fiel der Bereich dem heutigen Flughafengelände zu. 1968 wurde zumindest dieses Südl. Entenbachgebiet noch einmal unter Naturschutz gestellt. 2003 soll es aufgehoben werden, unter anderem mit dem Hinweis auf den Bestandsschutz, den der Flughafen inzwischen genießt.
Eine bauliche Beanspruchung des Südlichen Entenbachgebiets auf dem Flughafengelände käme einem Verstoß gegen die europäische Naturschutzgesetzgebeung gleich. Denn die Fläche wurde bisher widerrechtlich nicht an die EU als FFH-Gebiet gemeldet, obwohl die dortige naturräumliche Austattung zu einer Meldung verpflichtet hätte.
Der Bereich gehört zu den absolut Wertvollsten der Wahner Heide.
Die im Verfahren zu beteiligenden anerkannten Naturschutzverbände, die alle Mitglieder im Bündnis Wahner Heide sind, werden ihre Bedenken gegen des GEP-Entwurf in dem vorliegenden Punkt aufrecht erhalten. Sollte das nicht fruchten, werden rechtliche Schritte geprüft werden.





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