Eschmarer und Spicher Wald - 2500 Unterschriften an Bürgermeister
Zeit: Donnerstag 27. September 2007 / 18:00 Uhr
Ort: Vorplatz Rathaus Troisdorf
Veranstalter: BUND, TRUZ, Bündnis Wahner Heide
12.10.07: Die Unterschriftensammlung zum Erhalt des Eschmarer Waldes und gegen einen Ausbau der Deponiestraße ist beendet. Die über 2500 Unterschriften von Troisdorfern wurden am 27. September dem Bürgermeister Troisdorfs, Manfred Uedelhoven überreicht. Die umstrittene Planung besteht jedoch nach wie vor. Allerdings wurde zumindest der Siedlungsausbau im Spicher Wald erst einmal zurückgestellt. Ein teilerfolg der Bürgerproteste ist also bereits schon zu verzeichnen.
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VIELE GABEN IHRE UNTERSCHRIFT
ERSTELLT 28.05.07
Lesen Sie den Artikel des Rhein-Sieg-Anzeigers zu den Aktionen für den an die Wahner Heide angrenzenden Spicher und Eschmarer Wald.
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28.01.07: Rund 250 Menschen haben heute trotz schlechten Wetters an einem Demonstrationsmarsch für den Erhalt des Spicher und des Eschmarer Walds teilgenommen. Bündnis 90/Die Grünen, das Troisdorfer Umweltzentrum, der BUND und das Bündnis Wahner Heide hatten spontan zu der Kundgebung aufgerufen.
Junge Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Mitbürger hatten zahlreiche Transparente und Plakate in Eigenregie hergestellt und die Wegstrecke damit dekoriert.
Die Teilnehmer äußerten ihren Unmut über die Planungen der Troisdorfer CDU- und FDP-Fraktionen, das Landschaftsschutzgebiet für den Wohnungsausbau und für den Straßenausbau zu verkleinern.
Im Spicher Wald soll die Siedlung am Kollberg um mehrere Einfamilienhäuser vergrößert werden, im Eschmarer Wald soll die heutige Deponiestraße zu einer 16 Meter breiten Anbindung für den Industriepark in der Troisdorfer Heide, der ausgebaut werden soll, verbreitert werden.
Andreas Hasselmann vom Troisdorfer Umweltzentrum stellte die Planungen und ihre Folgen vor Ort da. „Ein Ausbau der Deponiestraße durch den Eschmarer Wald zu einer Umgehungsstraße würde den Troisdorfern nur 10 Prozent Entlastung vom LKW-Verkehr bringen. Es ist keinem damit geholfen, hierfür ein wichtiges Troisdorfer Erholungsgebiet zu zerteilen.“
Sabine Krüger, Anwohnerin aus Spich und von Beruf Landschaftsplanerin, stellte dar, dass der Spicher Wald eigentlich als Naturschutzgebiet hätte ausgewiesen müssen. „ Der Spicher Wald erfüllt laut Landschaftsplan die fachlichen Kriterien eines Naturschutzgebiets. Er wurde nur mit der etwas weniger starken Schutzkategorie des Landschaftsschutzgebiets ausgewiesen, damit die Troisdorfer den Wald zwischen ihrem Wohngebiet und dem international bedeutenden Naturschutzgebiet Wahner Heide zum Zwecke der Erholung besser nutzen können. Und nun wollen CDU und FDP allen, dem Naturschutz und den Bürgern einen Strich durch die Rechnung machen.“
Ringelnatter und Mittelspecht gehören zu den bundesweit gefährdeten Arten, die noch im Spicher Wald vorkommen und die durch die geplanten Baumaßnahmen bedroht sind.
„Offenbar wollen CDU und FDP nach der oft bewährten Salamitaktik Eschmarer und Spicher Wald scheibchenweise, in kleinen, für sich betrachtet genehmigungsfähigen Ausbauschritten für Gewerbe und Wohnungsbau opfern. Wir sind hier, um klar zu stellen, dass diese Wälder zur Wahner Heide gehören und dass wir den Anfängen wehren werden“, sagte Holger Sticht, Sprecher des Bündnis Wahner Heide.
A.B.
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