Eigentümerwechsel gut für die Heide
27.07.07:
Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der Dachverband Bündnis für die Wahner Heide e.V. begrüßen die von der Bundesrepublik geplante Veräußerung der Wahner Heide an die DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt).
Der BUND-Landesvorsitzende Paul Kröfges sagte, es sei immer wieder Grund von Konflikten gewesen, dass der Eigentümer des Naturschutzgebiets gleichzeitig Flughafengesellschafter ist. Dies sei eines der Probleme, das durch den Eigentümerwechsel gelöst werden könne.
Die Wahner Heide ist Bestandteil des 125 000 Hektar großen Flächenpools „Nationales Naturerbe“, der laut Koalitionsvertrag von CDU und SPD unentgeltlich an das jeweilige Land oder eine Bundesstiftung übertragen werden soll. Ein Großteil dieser Flächen befindet sich in Ostdeutschland. Das Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzgebiet Wahner Heide umfasst etwa 3000 ha.
„Die Planungen zur Veräußerung der Wahner Heide laufen im Hintergrund ja schon seit vielen Monaten, und wir beobachten das mit großem Wohlwollen“, sagte Holger Sticht, Sprecher des Bündnis Wahner Heide. Schließlich würde die Bundesstiftung Umwelt eine Menge Fachkompetenz und Erfahrung einbringen, die man vor Ort gut gebrauchen könne.
„Der bisherige Eigentümer hat sich ja nicht sonderlich als Heideschützer profilieren können“, bemerkte Sticht.
Insbesondere im Bereich der Besucherlenkung und –information, aber auch im Bereich von Naturschutzmaßnahmen und der naturnahen Waldwirtschaft würden sich durch die DBU neue Chancen eröffnen. Und die in den anerkannten Vereinen wie dem Bündnis Wahner Heide organisierten Bürger könnten sich unter dem Dach der Stiftung daran beteiligen, diese Chancen zu nutzen.
Nach Angaben des BUND bestünden allerdings unter anderem Differenzen darüber, in welcher Abgrenzung die Wahner Heide abgetreten werden soll.
„Offensichtlich will der Bund bei der Bundesstiftung doch noch ein bischen Geld herausschlagen“, vermutet Sticht.
„Wir werden an die Zuständigen im Bundesfinanzministerium appellieren, dass sich der Bund seiner Verantwortung für den Schutz der Wahner Heide wenigstens auf noch auf der Zielgeraden in vollem Umfang stellt“, kündigte Kröfges an.
S.G.





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