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Was wird aus der Wahner Heide?
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Die Wahner Heide verliert ihr Militär
© M.Bathen
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Der Heidespaziergang führt meist auch zur Altenrather Tongrube.
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© Holger Sticht
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CDU stößt Bürger vor den Kopf
27.07.04:
Der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Troisdorf hatte im April mit der knappen CDU-Mehrheit eine naturschutzgerichtete Nutzung der Kaserne abgelehnt, eine Flughafennutzung jedoch befürwortet.
Die CDU hat zumindest bis zur nächsten Kommunalwahl im September im Rat der Stadt Troisdorf eine Stimme mehr als die restlichen Parteien Regenbogen-Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP zusammen.
Eine besonders merkwürdige Entscheidung, wenn man weiß, dass die CDU Troisdof bis zu dieser Sitzung immer für einen kompletten Abriss der Kaserne und eine vollständige Renaturierung gevotet hatte.
Zahlreiche Bürger und Vereine aus der Region, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement dafür stark machen, dass ein kleiner Teil der Kaserne erhalten bleibt und zugunsten naturschutzgerichteter Zwecke betrieben wird, werden dadurch vor den Kopf gestoßen. Warum präsentiert sich die CDU Troisdorf plötzlich als verlängerter Arm der Flughafen GmbH?
Mehrere Verhandlungsrunden zwischen Bürgermeister Uedelhoven und Fraktionsvorsitzendem Jablonski auf der einen und den Unterzeichnern des Bürgerbegehrens sowie Verbandsvertretern wie dem BUND-Landesvorsitzenden Kröfges und dem RBN-Mann Sticht auf der anderen Seite brachten einen regen Austauch der Argumente, bisher aber keine Annäherung.
Deutlich wurde nur, dass die CDU auch im Naturschutzgebiet Wahner Heide die Priorität bei der Flughafen GmbH sieht und die Kaserne Camp Altenrath dem Flughafen zur Verfügung stellen möchte, wenn dieser sie haben möchte. Das stille Troisdorfer Agreement, die Kaserne Spich für Gewerbenutzung und Kaserne Altenrath für Natur und Landschaftsschutz bereit bzu stellen, will die CDU im Zweifelsfalle unterlaufen.
Es wurde auch deutlich, dass die CDU Angst davor hat, dass Kosten auf die Stadt zukommen, falls das Heidezentrum vom Trägerverband nicht gehalten werden könnte.
Kröfges und Sticht haben angeboten, schriftlich zu fixieren, dass die Stadt Troisdorf für keine Posten belangt werden soll, die sie nicht bereit ist zu zahlen. Die Initiatoren des Heidezentrums haben unabhängig von der Stadt Troisdorf die Finanzierung und Unterhaltung des Heidezentrums sicher gestellt.
"Wir planen nicht mit Troisdorfer Geld, auch wenn wir etwas übernehmen, wofür eigentlich die Stadt Troisdorf zuständig ist", sagte Sticht.
Ein weiteres Gegenargument, die Kaserne sei zu nahe am Zentrum des Naturschutzgebiets, kontert Sticht so: "Wer so etwas sagt, macht sich lächerlich. Ohne untragbare Folgeschäden haben hier jahrzehntelang ständig tausend Belgier gelebt, jetzt sollen auf einmal zwei hundert Menschen am Sonntag ein Problem sein? Die 2 Millionen Menschen in der Region sind einfach da. Wir können sie nicht wegdiskutieren, wir müssen sie lenken und auffangen. Nur wer die Heide kennen und schätzen lernen kann, wird sich für ihren Schutz engagieren. Und das brauchbare Erholungskonzept mit Wegenetz und Landschaftswacht im Bereich des Camp Altenrath ist eine geeignete Grundlage für eine verträgliche Erholungsnutzung."
T.G.





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