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Dr. Dirk Tillmann mit einem Besucher vor der Gaststätte Bambi in Brand
© Hilde Röpke
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Blick vom Telegrafenberg 1993
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Erholungssuchende, Mountainbiker und Hundebesitzer im Geisterbusch
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Bündnis Wahner Heide und Gaststätten richten Infonetz ein
06.09.06:
Das Informationszentrum Wahner Heide richtet in Zusammenarbeit mit zahlreichen Gaststätten und Hotels ein dezentrales Infonetzwerk rund um das Naturschutzgebiet ein. In allen Anrainerstädten der Wahner Heide bieten inzwischen Gastronomiebetriebe ein Angebot an Informationen über Wert und Schutz der Landschaft: Karten und Bücher zum Verkauf, kostenfreie Programme sowie Tafeln oder Schaukästen mit Hintergrundinformationen.
Dabei profitieren Erholungssuchende, in der Gastronomie Beschäftigte und der Landschaftsschutz gleichermaßen.
„Wir gewinnen mehr Menschen für den Schutz der Wahner Heide, weil wir nun an vielen Stellen präsent sind und dort Menschen erreichen, die sich von sich aus nicht für die Landschaft interessiert hätten“, sagte Dr. Dirk Tillmann vom Bündnis Wahner Heide, dem Trägerverband des Infozentrums.
Gleichzeitig würde der Publikumsverkehr der Gastronomien, und damit letztendlich Beschäftigung gefördert.
Thomas Pilger, Inhaber des Gourmet-Restaurants „Forsthaus Telegraph“: „Durch die Wahner Heide Karte und den Naturführer haben wir unseren Umsatz spürbar steigern können.“
Wie sechs weitere Gastronomen – Piccola Gelateria und Waldhaus Königsforst in Köln, Gasthaus Bambi in Rösrath, Hotel Heidekranz in Altenrath, Gasthaus Zur Alten Fähre in Lohmar und das Haus Ravenberg in Troisdorf – hat er seine Gaststätte an das Netz der Infostationen angegliedert, und profitiert davon bereits jetzt.
Laut Tillmann handele es sich um ein Musterbeispiel dafür, wie in Zeiten, in denen die sich die staatliche und kommunale Seite ihren Naturschutzaufgaben immer mehr verweigert, eine Landschaft wie die Wahner Heide durch bürgerschaftliche und privatwirtschaftliche Initiative gefördert werden kann.
Deswegen sei das Infonetz Wahner Heide auch Bestandteil des Wahner-Heide-Projekts für die Regionale, die 2010 für das Rheinland ausgeschrieben ist.
Bisher würden Städte und Kreise dieses Regionale-Projekt allerdings stiefmütterlich behandeln, weil sie in der Wahner Heide offenbar einseitig auf den Flughafen setzen.
„Es ist kurzsichtig, nur auf ein Pferd zu setzen“, sagte Tillmann.
In der Wahner Heide sei mengenmäßig natürlich weniger Beschäftigung zu erzielen als beim Flughafen, dafür seien die Arbeitsplätze aber langfristig sicher, nachhaltig und das Gemeinwohl fördernd.
In anderen Landschaften Nordrhein-Westfalens (z.B. Eifel, Senne) würden hochkarätige Naturschutzgebiete bereits mit Erfolg als Standortfaktor entwickelt. Hier gilt der Grundsatz: Je wertvoller die Landschaft, desto besser lässt sie sich vermarkten. Es gibt also auch ein ökonomisches Interesse an dem intakten Zustand der natürlichen Lebensgrundlagen.
„Dieser Schatz sollte in der Wahner Heide endlich gehoben werden, sagt Dirk Tillmann.
Tillmann kündigte an, dass das Gaststätten-Infonetz weiter ausgebaut wird und weiteren Betrieben offen steht.





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