Aktuelles zum Camp Altenrath
11.12.03:
Am 19.12. entscheidet der Regionalrat Köln über die Schutzdarstellung des Camp Altenrath im Gebietsentwicklungsplan. Von dieser Entscheidung wird abhängen, ob und wenn wie die 2004 frei werdende belgische Kaserne zukünftig genutzt werden kann.
Der Regierungspräsident schlägt vor, alles als Bereich zum Schutze der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung darzustellen (BSLE), der Rhein-Sieg-Kreis trat bisher mehrheitlich dafür ein, alles als BSN (Bereich zum Schutze der Natur) darzustellen. Dies war allerdings auch eine notwendige Reaktion auf das Konzept der Rhein-Sieg-Kreis-Verwaltung, das den Großteil der Kaserne für den Flughafen vorgesehen hatte.
Die Verbände treten nach wie vor für einen Kompromiss zwischen diesen beiden Vorstellungen ein. Demnach soll nur der Bereich des Camps BSN werden, für den es keine Konzeption einer naturschutzgerichteten Nachnutzung gibt (Etwa 2 Drittel der ca. 38 ha großen Kasernenfläche).
Damit hätte man die Handhabe, unangepasste Nutzungen wie herkömmliche touristische Einrichtungen in unsachgemäßer Größenordnung und Gestaltung oder gar bauliche Veränderungen zugunsten einer Flughafennutzung zu verhindern.
Das nördliche Drittel, für das die Verbände eine naturschutzgerichtete Nachfolgenutzung skizziert haben, sollte als BSLE dargestellt werden, damit - entsprechend dem Verbände-Konzept "Landschaftszentrum Südliche Heideterrasse"- an den Gebäuden bauliche Veränderungen im Hinblick auf ökologische Bauweise und Entsorgung vorgenommen werden können.
Die Verbände organisieren selbst die Finanzierung ihres Konzepts und haben bereits unerwartet große Mittel bereit stellen können. Öffentliche Gelder sind von Anfang an nicht eingeplant gewesen.
Aus Sicht des Naturschutzes wäre es sinnvoll, einen Teil des Geländes einer naturschutzgerichteten Nachnutzung zu überlassen und nicht zurückzubauen, damit der Erholungsverkehr in der Wahner Heide erfolgreich gebündelt und verwertet werden kann.
Zum einen sollen alle Teile der Bevölkerung über die Vielfalt der Nutzungen (u.a. Cafe) angesprochen werden, um umfassend aufklären zu können und Menschen für die Landschaft und allgemein den Erhalt der Natur gewinnen zu können. Andererseits sollen Gelder für Maßnahmen zum Erhalt der Landschaft erwirtschaftet werden, damit die Landschaft auch langfristig erhalten und optimiert werden kann. Eine erfolgreiche nachhaltige Nutzung des ökologisch wertvollsten Naturschutzgebiets des Landes wäre zudem von erheblichem, internationalen Prestigewert für die Region, u.a. im Hinblick auf die Regionale 2010.
A.B.





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