Wahner-Heide
www.heide-kids.de

Natur- und Kulturführer Wahner Heide

Die 9 Rundwanderwege und vieles mehr in Wort und Bild auf 180 Seiten>>>

Wahner Heide Wegeplan

06.07.06: Der aktuell gültige Wegeplan für die ganze Wahner Heide hier als Download.>>>

Die Wahner Heide Ausstellung

Sie können diese Ausstellung bei uns kostenlos für einen befristeten Zeitraum mieten. "Artenreiche Wahner Heide", so lautet der Titel der Wahner-Heide-Aus>>>

Hühnerbruchmoor
Eines der Hühnerbruchmoore, verkleinert und nach wie vor beeinträchtigt durch die direkt nebenan gebaute Große Parallelbahn des Flughafen Köln/Bonn.
Informationszentrum Wahner Heide
Informationszentrum Wahner Heide
Erlenbruch
Moorbirken-Erlenbruch, stark gefährdet in NRW
© Holger Sticht
Heideterrasse
Die Rechtsrheinische Heideterrasse mit ihren Refugialräumen
© Dr. Bruno P. Kremer
Mögliche Grünbrücke
Hier trennt die BAB 3 Wahner Heide und Königsforst
© H. Sticht
Blick vom Telegraphenberg 1942
Blick vom Telegraphenberg 1942

Südliche Heideterrasse

Wahner Heide zuzüglich Königsforst, Lohmarer Wald und Stallberger Teiche

Als rechtsrheinische Heideterrasse bezeichnet man ein 2-3 km breites und etwa 50 km langes Landschaftsband zwischen Siegburg im Süden und Solingen im Norden.
Das Gebiet ist geprägt durch 150 000 bis 400 000 Jahre alte Ablagerungen des Rheins, liegt überwiegend auf der sogenannten Mittelterrasse. Die Böden der Mittelterrasse des Rheins sind im Vergleich zum Umland sandig und nährstoffarm, beherbergten daher seit jeher spezialisierte, heute allesamt gefährdete Artengemeinschaften.

Leider ist von der Rechtsrheinischen Heideterrasse nicht mehr viel übrig. Wohnbebauung, Gewerbeansiedlung usw. haben im Norden drei kleinere Gebiete übrig gelassen: Ohligser Heide, Hildener Heide und Further Moor (6-8 der Kartenskizze rechts).
Richtung Süden folgt eine klaffende Lücke aus verbrauchter Landschaft, bis bei Leverkusen der Dünnwald und der Thielenbruch (4-5) auftauchen.
Die südlich angrenzenden Gebiete Schluchter Heide, Lustheide, Dellbrücker Heide und Mielenforster Heide, die einmal die Verbindung zum Königsforst herstellten, sind durch Bebauungen von Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach fast vollständig verloren gegangen; die verinselten Reste, die zusätzlich durch die A 4 vom Königsforst abgetrennt sind, sind durch intensive Forstwirtschaft und Naherholung sehr stark beeinträchtigt.
Der Königsforst (3) liegt also, zusammen mit den an ihn südlich angrenzenden Gebieten Wahner Heide (2) und Lohmarer Wald/Stallberger Teiche (1), etwas abgetrennt.

Königsforst, Wahner Heide und Lohmarer Wald/Stallberger Teiche sind ihrerseits "nur" von der A3 von einander getrennt, sie sind jedoch nicht wie die anderen Gebiete durch Bebauungen inselartig isoliert worden. Im Vergleich zu den anderen Gebieten der Heideterrasse ergeben sie zusammen auch eine bedeutend große Fläche, nämlich ca. 10 000 ha. Eine beachtliche Größe für einen Ballungsraum.
Der erste Nationalpark NRW`s in der Eifel hat eine ähnliche Größe.

Aus ökologischer Sicht ist es überaus sinnvoll, zumindest diese 3 großen Teilräume wieder zusammenwachsen zu lassen. So könnten sich die vielen Restpopulationen der Wahner Heide bei entsprechender naturschutzverträglicher Nutzung der anderen Gebiete ausdehnen und langfristig stabile Bestände ausbilden. Die Gebiete können sich aber auch gegenseitig "befruchten". So sind beispielsweise Gagel und Knoblauchkröte in der Wahner Heide ausgestorben, wohingegen sie im Gebiet des Lohmarer Waldes noch kleine Restpopulationen bilden.
Durch Kompensationsmaßnahmen könnten mittel- bis langfristig Grünbrücken über die Autobahn bzw. Untertunnelungen finanziert werden. Vorher könnten bereits - durch ein einheitliches Nutzungskonzept und -management - nicht nur die Wahner Heide, sondern auch die anderen beiden Gebiete zielgerecht optimiert werden.
Da nicht nur das international bedeutende Naturschutzgebiet Wahner Heide, sondern auch die durch Forstwirtschaft arg gebeutelten Königsforst und Lohmarer Wald/Stallberger Teiche zu großen Teilen inzwischen als FFH-Gebiete, also europäische Naturschutzgebiete gemeldet wurden, ist auch die rechtliche Grundlage für eine langfristig positive Entwicklung des Gesamtgebiets gegeben.

Unabhängig davon, ob dieses Gebiet einmal Nationalpark oder Biosphärenreservat sein wird, will das Bündnis Wahner Heide diese nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für den sanften Tourismus und die extensive Landwirtschaft verheißungsvolle Option durch die Einrichtung des Landschaftszentrums Südliche Heideterrasse voranbringen.

H. Sticht

Mehr zu diesem Thema:

Exkursion in den Kurtenwald
Landschaftszentrum ins Camp Altenrath
Heideterrassentour
Königsforst - Der Westen
Pressewanderung am 28. Januar in den Spicher und Eschmarer Wald


copyright by www.heide-info.de
| POLITIK | GESCHICHTE | ÖKOLOGIE | HEIDETERRASSE | INFOzentrum | PUBLIKATIONEN | VERANSTALTUNGEN
| Kontakt | Mitmachen | Impressum | Suchen | Home

RSS  
-:-