Wahner-Heide
www.heide-kids.de

Natur- und Kulturführer Wahner Heide

Die 9 Rundwanderwege und vieles mehr in Wort und Bild auf 180 Seiten>>>

Wahner Heide Wegeplan

06.07.06: Der aktuell gültige Wegeplan für die ganze Wahner Heide hier als Download.>>>

Die Wahner Heide Ausstellung

Sie können diese Ausstellung bei uns kostenlos für einen befristeten Zeitraum mieten. "Artenreiche Wahner Heide", so lautet der Titel der Wahner-Heide-Aus>>>

Sicherheitsstand
Sicherheitsstand
Telegraphenstation
Telegraphenstation
Piste
Preußische Militärpiste, mitten durch ein Moor gebaut.
postkarte_schiessplatz
Postkarte vom Schießplatz Wahn
soldaten 1888
Preußische Soldaten 1888 bei einer Maibowle in der Wahner Heide

Preußische Geschichte

Spuren auf der Heideterrasse insbesondere aus der Zeit des 19. Jht.

SICHERHEITSSTAND
1817 übte erstmals Militär im westlichen Teil der Wahner Heide. Sie ist damit eines der ältesten militärischen Gelände in Deutschland. Eine großräumige Ausdehnung des Truppenübungsplatzes auf die Heidelandschaft setzte ab Ende des 19. Jahrhunderts ein. Insbesondere die rasante technische Entwicklung der Artillerie benötigte weitläufige Schießplätze.
Damit bei Schießübungen die Position der Kanoneneinschläge registriert und an Kanoniere gemeldet werden konnte, wurden durch das preußische Militär Sicherheitsstände angelegt. Diese Beobachtungsposten wurden rund um das Zentrum der Wahner Heide angelegt. Der Sicherheitsstand 12 im sumpfigen Düffenbroich ist sogar fast 10 Meter hoch.
Es wird überliefert, dass immer wieder Soldaten zu Schaden gekommen sind, wenn Kanonenschüsse ihr gewünschtes Ziel verfehlten.

TELEGRAPHENSTATION
1832 ordnete König Friedrich Wilhelm II von Preußen den Bau einer „Optischen Telegraphenlinie“ an. Es wurde eine Kette von 61 Stationen eingerichtet, die sich von der Berliner Sternwarte über Magdeburg und Köln in das ehemals Kürfürstliche Schloß bei Koblenz zog. Damit verband man den Generalstab Preußens mit dem Oberbefehlshaber der Rheinprovinz. Man suchte jede Möglichkeit, die Nachrichtenübermittlung zu beschleunigen, da man in Berlin um die westlichen Provinzen besorgt war, die noch keine zwei Jahrzehnte zu Preußen gehörten. Revolutionen in Frankreich und Belgien hatten bei den Preußen zur Besorgnis geführt.
In der Wahner Heide wurde eine Station am Hang des 134 Meter hohen Telegraphenberg erbaut. Sie stand dort, wo sich heute das Restaurant “Forsthaus Telegraph” befindet.
Die drei Flügelpaare auf dem Dach der Station ermöglichten es, bis zu 2200 verschiedene Chiffren optisch zu übermitteln. Ein Zeichen konnte in der für damalige Umstände unglaublichen Zeit von 30 Minuten die Strecke zwischen Berlin und Koblenz passieren - wenn das Wetter mitspielte.

PLANITZWEG
Diese Straße wurde Ende des 19. Jahrhunderts quer durch die Scheuerbachsenke gebaut und nach dem preußischen General von Planitz benannt. Das alte Pflaster ist stellenweise noch erkennbar, trotz diverser Überlagerungen.
Der Planitzweg stellte seinerzeit einen erheblichen Eingriff in die Landschaft dar, mehrere Moore wurden zerschnitten bzw. überbaut.
Der Planitzweg führt in Höhe des heutigen DLR-Geländes in Wahn vom Mauspfad ab. Dort darf er aber aus bisher militärischen Gründen nicht begangen werden. Auch nach Abzug der Belgier soll diese alte Straße geschlossen bleiben, bis eine funktionstüchtige Erholungslenkung in der ökologisch international bedeutsamen und hochsensiblen Scheuerbachsenke umgesetzt worden ist.

DAS BÄHNCHEN
1879 nahm das preußische Militär den Bau einer schmalspurigen Eisenbahnstrecke in Angriff, um den Transport von Personen und Material in die teils moorigen und daher schwer zugänglichen Manöverflächen zu erleichtern. Die Strecke des „Bähnchens“ wurde nach und nach erweitert, und machte in der Zeit des Ersten Weltkriegs von der Kaserne Wahn ausgehend eine große Runde durch die Heide. Altenrath hatte damals sogar einen kleinen Militärbahnhof.

Nach 1926, als die Wahner Heide nach 108 Jahren erstmalig wieder ohne Militär war, sollte die Feldbahn als „Ausflugsbahn“ genutzt werden. Doch die Nationalsozialisten machten 1933 mit ihrer Neueinrichtung des Truppenübungsplatzes einen Strich durch diese Rechnung.
Das Ende des Dritten Reichs brachte schließlich auch das Ende des Bähnchens: Unter anderem durch die Bevölkerung, welche die Gleise als kostenlose Stahlträger beim Wiederaufbau ihrer Häuser nutzte, wurde sie abgebaut. Nur der oft meterhohe Damm und die Fundamentreste der Haltepunkte erinnern heute noch an die Feldbahn.

Mehr zu diesem Thema:

Schwarzkehlchen, Heidekrauteulchen und Co.
Wanderführer Wahner Heide
Altenrath
Hinweise zum Wanderführer Wahner Heide
Sand


copyright by www.heide-info.de
| POLITIK | GESCHICHTE | ÖKOLOGIE | HEIDETERRASSE | INFOzentrum | PUBLIKATIONEN | VERANSTALTUNGEN
| Kontakt | Mitmachen | Impressum | Suchen | Home

RSS  
+:-- ::00