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Neu entdeckt in 2002: Der stark gefährdete Feldrittersporn
© Holger Sticht
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Pionier- und Ackerwildkräuter
Typisch für die Wahner Heide sind unter anderem verschiedene, heute allesamt gefährdete Pionierfluren.
Dort, wo bspw. aus militärischen Gründen Sand- und Kiesböden abgeschoben werden, entsteht recht schnell eine in NRW stark gefährdete Pflanzengesellschaft, der Federschwingelrasen. Hierzu gehört neben dem Namensgeber auch das in der Wahner Heide recht häufige Zwerg-Filzkraut, das Rote Straußgras und das Gemeine Ferkelkraut.
Geöffnete Sand- und Kiesböden, die schwach humos sind, werden vielfach durch die Gesellschaft des Frühen Schmielenhafers kurzzeitig eingenommen. Außer dem in NRW gefährdeten Frühen Schmielenhafer (Aira praecox) sind Triftenknäuel (Scleranthus polycarpos), Fünfmänniges Hornkraut (Cerastium semidecandrum) und das Sandstraußgras (Agrostis vinealis) typische Pflanzenarten.
Eine landesweit von der Vernichtung bedrohte Pflanzengesellschaft fristet auch in der Wahner Heide ein derzeit kümmerliches Dasein: Die Fadenenzian-Gesellschaft. Während Sumpfquendel (Peplis portula) und Krötenbinse (Juncus bufonius) noch recht häufig sind, befinden sich Zwerg-Lein (Radiola linoides) und Ackerkleinling (Centuculus minmus) am Rande des Aussterbens. In der Wahner Heide wurden in der Vergangenheit u.a. offene Tonböden besiedelt.
Eine auf Panzerpisten häufige Pioniergesellschaft ist die Knorpelkraut-Gesellschaft, die wir unter "Heidetümpel" behandeln.
Eine für die Wahner Heide vermeintlich untypische Ackerwildkrautgesellschaft ist die Ackerfrauenmantel-Kamillen-Gesellschaft, unter anderem mit der Echten Kamille und der Kornblume.
Das landesweit stark gefährdete Feld-Löwenmaul wurde vor wenigen Jahren erstmalig für die Wahner Heide gefunden.





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