Wahner-Heide
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Wahner Heide Wegeplan

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Die Wahner Heide Ausstellung

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Hudewald am Wolfsweg
Hudewald am Wolfsweg
Königsfarn
Königsfarn (Osmunda regalis), Leitart ddes stark gefährdeten Torfmoos-Erlenwaldes
Tausendjaehrige Eiche
Der älteste Baum der Wahner Heide: Die tausendjaehrige Eiche
Kurtenwaldbach
Feuchter Eichen-Hainbuchenwald
fruehling
Der Frühling erhält Einzug: Buschwindröschen unter Flatterulme an der Agger
Höhlenbuchen
Alte Buchen mit Schwarzspechthöhlen, der Forstwirtschaft zum Opfer gefallen (Güldenberg, 2002)
© Holger Sticht

Moorwälder, Hudewälder, Auwälder - und Forste

Betrachtet man die Forstkarte der Wahner Heide, so wird man feststellen müssen, dass auch hier Forste über naturnahe Waldbestände oder durch traditionelle Nutzung gestaltete Wälder dominieren.
Die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorwiegend angebaute Kiefer ist durch Eichen- und v.a. Buchenaufforstungen abgelöst worden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zum Beispiel auch Europäische Lärche und Fichte, eigentlich Bewohner montaner Regionen, und die "Amerikaner" Roteiche und Weymouthkiefer angebaut.
Forstwirtschaftliche Maßnahmen, also auch gerade die Aufforstungen, müssen unterbleiben, um naturnahe Waldentwicklung zuzulassen. Deswegen wurde auch im Landesforstgesetz inzwischen verankert, dass die natürliche Waldentwicklung gegenüber der Aufforstung vorzuziehen ist.

Glücklicherweise ist, wenn auch meist kleinflächig und inselartig, eine Vielzahl verschiedener naturnaher Waldgesellschaften erhalten geblieben. Im folgenden sollen einige stark gefährdete Waldtypen vorgestellt werden.

Ein nährstoffarmer Bruch ist der TORFMOOS-ERLENWALD. Dichte Torfmoospolster überziehen in den verinselten Restbeständen den Boden, vereinzelt tritt der gefährdete Königsfarn (Osmunda regalis) auf.
Genauso selten ist eine nährstoffreichere Ausprägung, der WALZENSEGGEN-ERLENBRUCH mit dem Namensgeber Carex elongata und der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum). Um in ständiger Staunässe überleben zu können, hat die Schwarzerle (Alnus glutinosa) ein besonderes Luftleitsystem ausgebildet, mit dem die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt werden.

Zu den Hartholz-Auwäldern zählt der vom Aussterben bedrohte STIELEICHEN-ULMENWALD der Aggeraue, mit dem landesweit bedeutendsten Bestand der Flatterulme (Ulmus laevis).

BIRKEN-EICHENWÄLDER (Betulo quercetum) sind die natürliche Klimaxgesellschaft der Binnendünen. Sehr viel häufiger als dieser seltene Waldtyp ist in der Wahner heide der sog. Birken-Sekundärwald. Entwässerte Heidemoore und seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte Heiden sind durch Sand- und Moorbirken "erobert" worden und haben diese bewaldet. Eine natürliche Vegetationsentwicklung, die auch zukünftig an vielen Stellen der Wahner Heide zugelassen werden wird, und die ja im Laufe der Jahrzehnte zur Entwicklung des Birken-Eichenwaldes führt. Nur finden die Arten der offenen Landschaft hier keinen Lebensraum mehr. Und gerade die sind stark überwiegend europaweit gefährdet. Daher werden auf ehemaligen Heideflächen jedes Jahr hektarweise Birken abgeholzt, um diese Arten, die in der Wahner Heide eines ihrer letzten Rückzugsgebiete haben, zu erhalten. Entscheidend ist, dass all diese verschiedenen Biotoptypen ihren Platz bekommen.

Nur ein bedeutender Rest des FLATTERGRAS-HAINSIMSEN-BUCHENWALDES, der einst auf den devonischen Hügelkuppen vorgeherrscht haben dürfte, hat die Forstwirtschaft überstanden.
Die 150 - 250 Jahre alten Buchen sind totholz- und höhlenreich, bieten einer Vielzahl von Tierarten Lebensraum. Die Hohltaube (Columba oenas) brütet in verlassenen Höhlen des Schwarzspechts. In einer solchen brütete sogar einmal eine Mandarinente (Aix galericulata), eine verwilderte Art Ostasiens.

Teilweise erhalten sind noch alte Eichen-Hudewälder, unter denen früher nachts das Vieh aufgepfercht wurde. Abfallende Eicheln waren bevorzugtes Futter für Schweine, die allherbstlich in die Wälder getrieben wurden. Durch das ständige Abfressen der unteren Zweige und das "Verspeisen" der Früchte des Baumes wurde der hallenartige, unterholzfreie Charakter der Hudewälder geprägt.
Ein typischer Bewohner dieser alten, totholzreichen Bestände ist der Mittelspecht (Dendrocopus medius). Im Frühjahr fällt er hier auf durch seine krächzenden Balzrufe. U.a. wegen des beachtlichen Bestandes dieser europaweit geschützten Art wurde die Wahner Heide 1990 zum "Important Bird Area" ernannt.


M. Bathen, H. Sticht

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